Der rheinische Logistikdienstleister Rheincargo hat sich mit Thyssenkrupp Steel auf eine längerfristige Zusammenarbeit verständigt: Seit Anfang 2026 wickelt die Eisenbahnsparte von Rheincargo die Kalktransporte vom Werk Schaefer Kalk in Kerkerbach zum Thyssenkrupp-Steel-Werk in Duisburg-Nord ab.
Die erwartete Transportmenge liegt bei rund 75.000 Tonnen Kalk pro Jahr. Dafür verkehren zwei Pendelzug-Rundläufe pro Woche mit jeweils zwölf Güterwagen. Um Kerkerbach über eine nicht elektrifizierte Strecke zu erreichen und dort notwendige Rangierarbeiten ohne den Einsatz einer zusätzlichen Rangierlokomotive durchführen zu können, setzt Rheincargo eine Hybridlokomotive des Typs „Vectron Dual Mode“ von Siemens ein. Das bedeutet: Der Dieselantrieb wird ausschließlich auf der sogenannten ersten beziehungsweise letzten Meile genutzt, während der Hauptlauf grundsätzlich unter E-Traktion erfolgt. Dadurch werden Leerlokfahrten vermieden und ein emissionsarmer, ressourcenschonender Transport ermöglicht.
Im Rahmen des Bauprojekts „Generalsanierung rechter Rhein“ zwischen Troisdorf und Wiesbaden wird ein großer Teil der eigentlichen Strecke zwischen Kerkerbach und Duisburg Nord ab Juli 2026 für mehrere Monate gesperrt. Rheincargo soll die Versorgung während dieser Zeit über linksrheinische Alternativverbindungen oder über das Lahn-Dill-Gebiet sicherstellen.