Das anhaltende Niedrigwasser im Rhein stellt die Binnenschifffahrt vor erhebliche Herausforderungen. Als Alternative für Transporte, die bislang über die Wasserstraße abgewickelt wurden, bietet die Kombiverkehr KG zusätzliche Kapazitäten auf bestehenden Schienenverbindungen an. Über das Intermodal-Netzwerk des Unternehmens können Transportmengen kurzfristig auf die Bahn verlagert werden.
Rund 2000 TEU auf bestehenden Schienenverbindungen verfügbar
Transporte, die bisher per Binnenschiff auf dem Rhein durchgeführt wurden, können laut Frankfurter Unternehmen schon heute auf verschiedene Zugverbindungen im Kombiverkehr-Netz mit insgesamt 46 wöchentlichen Rundläufen und innerdeutschen Weiterleitungen durchgeführt werden. Zu den bestehenden Relationen zählen Antwerpen–Duisburg, Antwerpen–Ludwigshafen, Duisburg–Ludwigshafen, Köln–Ludwigshafen, Köln–Basel, Rotterdam–Duisburg, Rotterdam–Köln, Rotterdam–Ludwigshafen sowie Rotterdam–Basel.
Nach Angaben des Unternehmens stehen auf diesen Verbindungen kurzfristig Gesamtkapazitäten von rund 2.000 TEU zur Verfügung. Diese können genutzt werden, um Transporte während der aktuellen Niedrigwassersituation vom Binnenschiff auf die Schiene zu verlagern.
„Anfang September werden wir die Beförderungsmengen auf der Relation Köln – Basel v.v. um zwei Drittel des heutigen transportierbaren Volumens bzw. um weitere 400 TEU erhöhen. Bei Bedarf erhöhen wir Abfahrtsfrequenzen auf jeder der genannten Relationen. Damit reagieren wir auf die besondere Niedrigwassersituation auf dem Rhein und bieten wochentäglich verlässliche Alternativroutings mit schnellen Laufzeiten im Nachtsprung an“, betont Geschäftsführer Dirk Steffes.
Köln–Basel: Fünf statt drei Rundläufe pro Woche
Ab dem 7. September 2026 erhöht Kombiverkehr die Transportkapazität auf der Verbindung Köln–Basel. Die Zahl der Zugabfahrten steigt von bislang drei auf künftig fünf Rundläufe pro Woche und Richtung.
Damit reagiert das Unternehmen auf die erhöhte Nachfrage nach Alternativen zur Rheinschifffahrt.
Transitzeit von elf bis 13 Stunden
Für die Verbindung zwischen Köln und Basel gibt das Unternehmen eine Transitzeit von in der Regel elf bis 13 Stunden an. Diese umfasst den Zeitraum von der Annahme der Ladeeinheit am Versandterminal bis zum Beginn der Abholung am Zielterminal.
Der Transport von Gefahrgut ist auf der Relation grundsätzlich möglich. Ausgenommen sind Gefahrgüter der Klasse 7. Über das Terminal in Köln bestehen zudem Gateway-Anbindungen an das gesamte Netzwerk von Kombiverkehr.
Verlagerung von Rheintransporten auf die Schiene
Kombiverkehr bietet seine Leistungen Spediteuren, Reedereien und Logistikdienstleistern als neutraler Partner an. Sofern für die Gesamtstrecke erforderlich, können Vor- und Nachläufe auf der Straße über unabhängige Truckinganbieter organisiert werden.
Dadurch lassen sich bestehende Transportketten auch während der Niedrigwasserperiode aufrechterhalten, ohne logistische Prozesse grundlegend anzupassen, so das Unternehmen. Informationen zu Fahrplänen und bestehenden Zugverbindungen auf dem Korridor Rotterdam–Basel stellt das Unternehmen auf seiner Website bereit.
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