Mosolf erweitert Hafennetzwerk um Terminal im belgischen Port of Oostende

18.02.2026 16:30 Uhr | Lesezeit: 3 min
Gruppenbild bei der Kooperation von Mosolf und  Port of Oostende vor Wasser
Das neue Mosolf-Terminal im Port of Oostende erweitert die logistischen Kapazitäten für RoRo-Verkehre und Fahrzeugumschlag an der südlichen Nordsee.
© Foto: MOSOLF

Die Mosolf Port Logistics & Services integriert den Port of Oostende als neuen Standort in ihr europäisches Hafennetzwerk. Das Terminal an der südlichen Nordsee in Belgien soll zusätzliche Kapazitäten für RoRo-Verkehre, Fahrzeuglogistik und technische Dienstleistungen bereitstellen.

Die Mosolf Port Logistics & Services (MPLS), ein Systemdienstleister in der europäischen Automobilindustrie, baut ihre Präsenz in der Nordseeregion weiter aus und hat im belgischen Port of Oostende ein neues Terminal integriert. Mit dem zusätzlichen Standort erweitert das Unternehmen seine Kapazitäten im internationalen Fahrzeugumschlag und schafft weitere Möglichkeiten für technische Fahrzeugbearbeitung sowie spezialisierte Logistikprozesse.

Der Hafen ergänzt das bestehende Netzwerk durch eine Lage, die sowohl maritime Anbindungen als auch logistische Flexibilität ermöglicht. Fahrzeuge können vor Ort direkt technisch aufbereitet und für die Weiterverteilung vorbereitet werden, wodurch der Standort nahtlos in die bestehenden Mosolf-Strukturen eingebunden ist, wie das Unternehmen mitteilt.

Terminal mit Erweiterungspotenzial und multimodalen Logistikmöglichkeiten

Das Terminal verfügt derzeit über etwa 80.000 Quadratmeter Fläche, die perspektivisch auf bis zu 200.000 Quadratmeter erweitert werden können. Aktuell stehen Kapazitäten für etwa 3000 Fahrzeuge zur Verfügung. Zur Ausstattung zählen zudem eine Werkstatteinheit sowie Hochvolt-Ladeinfrastruktur für moderne Fahrzeugtechnologien.

Mit einem Tiefgang von 8 bis 9 Metern ist der Hafen für etwa 80 Prozent der weltweit eingesetzten RoRo-Flotte geeignet. Diese Parameter eröffnen zusätzliche Optionen für Shortsea-Verbindungen und intermodale Transportlösungen innerhalb Europas.

Einbindung in ein europäisch verzahntes Hafennetzwerk

Mit Oostende ergänzt MPLS sein Netzwerk, zu dem bereits Standorte wie Zeebrugge, Wilhelmshaven, Cuxhaven und Koper gehören. Durch die geografische Verteilung entsteht ein breit aufgestelltes Infrastrukturverbundsystem für den internationalen Automotive-Umschlag, so die Unternehmensmitteilung.

„Mit dem neuen Terminal im Port of Oostende erweitern wir unser Hafennetzwerk um einen Standort, der uns operative Flexibilität, Wachstumsspielräume und eine enge Anbindung an bestehende Mosolf-Strukturen bietet“, erklärt Steffen Klatte, Geschäftsführer der Mosolf Port Logistics & Services. „Gerade vor dem Hintergrund volatiler Lieferketten und wachsender Anforderungen an Effizienz und Resilienz ist eine solche Netzwerkerweiterung ein wichtiger strategischer Schritt.“

Ausrichtung auf RoRo-Verkehre, Fahrzeugtechnik und Projektladungen

Der neue Standort ist für multimodale Fahrzeuglogistik konzipiert und ermöglicht sowohl Umschlag als auch technische Dienstleistungen und wertschöpfende Bearbeitungsprozesse. Darüber hinaus eignet sich der Hafen für High-&-Heavy-Ladungen und Projekte aus den Bereichen Energie und Infrastruktur, die in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen sollen.

„Oostende ist für uns kein isolierter Einzelstandort, sondern Teil eines integrierten Hafen- und Logistiksystems“, sagt Kai Wenhold, General Manager Port Logistics der Mosolf Port Logistics & Services. „Die Nähe zu Zeebrugge, die verfügbare Fläche und die maritime Ausrichtung des Hafens ermöglichen es uns, bestehende Ströme sinnvoll zu ergänzen und neue Marktsegmente zu erschließen.“

Perspektiven durch Hafenentwicklung und langfristige Zusammenarbeit

Der Port of Oostende verfolgt eine langfristige Entwicklungsstrategie mit dem Fokus auf Blue Economy, Offshore-Energie und spezialisierten Logistikketten. Die Ansiedlung der MPLS fügt sich in diese Ausrichtung ein und stärkt den Hafen als Alternative zu stärker ausgelasteten Nordseehäfen.


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