HGK setzt auf KI im Niehler Hafen Köln

19.03.2026 10:19 Uhr | Lesezeit: 2 min
KI-gestützte Digitaloffensive im Niehler Hafen Köln
Bei der Ein- und Ausfahrt am Terminal registriert das System alle Lkw und Container automatisch.
© Foto: HGK

Mit Fördermittel aus dem Programm „Digitale Testfelder in Häfen“ des Bundesverkehrsministeriums will die HGK die gezielte Weiterentwicklung des Standorts Köln-Niehl vorantreiben und setzt dabei auf ein KI-basiertes Erfassungssystem.

Mit Unterstützung des Förderprogramms „Digitale Testfelder in Häfen“ (Digitest) aus dem Bundesministerium für Verkehr will die Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) den Standort Niehl gezielt weiterentwicklet. Das Unternehmen setzt dabei erstmals ein KI-gestütztes Erfassungssystem ein. Ziel ist es laut Pressemitteilung, mit dem durch die „Digitest“-Förderung realisierten intelligenten Erfassungssystem, die Produktivität der Umschlagprozesse im Hafen zu erhöhen und über die zentrale Datenbasis eine durchgängige, effiziente Vernetzung der drei Verkehrsträger Binnenwasserstraße, Schiene und Straße zu erreichen. Die Digitaloffensive erfolgt in Ergänzung des Hafenentwicklungsplanes für den Niehler Hafen. 

Umschlag verkehrsmittelübergreifend koordiniert, synchronisiert und optimiert

Durch das KI-basierte System werden sämtliche Daten von Schiffen, Bahnen und Lkw sowie der von ihnen transportierten Ladeeinheiten wie Container erfasst, konsolidiert und autonom verarbeitet. Mehr als 80 Kameras und Sensoren registrieren an 18 Standorten auf dem Hafengelände – sogenannten Gates – alle relevanten Informationen:

  • An den „Truck-Gates“ werden die ein- und ausfahrenden Lkw samt der transportierten Ladeeinheiten erfasst. Die bislang analog erfolgte Abfertigung der Lkw wird damit zukünftig entfallen.
  • Die „Train-Gates“ registrieren bereits auf der Strecke zum Hafen sämtliche relevanten Informationen zu den einfahrenden Zügen, wie die exakte Reihenfolge der Waggons inklusive der transportierten Container und Sattelauflieger.
  • Mit den „Crane-Gates“ erfolgt bei jedem Kran-Hub automatisiert und in Echtzeit ein Abgleich mit den Ladelisten der Schiffe.
  • Die „Port-Gates“ verarbeiten wiederum autonom die Ein- und Ausfahrten der Binnenschiffe.

Für die Umsetzung müssen Baumaßnahmen realisiert werden: Im Hafen Niehl wurden bis jetzt bereits rund 5.000 Meter Kabel durch unterirdische Kabelwege gezogen – weitere Kilometer werden bis zum Projektabschluss Ende März 2026 folgen. Die Ein- und Ausfahrten für die Lkw wurden baulich angepasst und modernste Netzwerktechnik mit Glasfaseranbindung verbaut.

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