Mit dem Bezug des Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen (CML) des Fuel Cell Integration Center (FCIC) am ZAL Techcenter wächst am Standort eine einzigartige Forschungsinfrastruktur, die Luftfahrt und maritime Wirtschaft erstmals systematisch zusammenbringt. Im Rahmen des Hanseatic Hydrogen Center for Aviation and Maritime (H2AM) bündeln das Fraunhofer CML und das ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung ihre Kompetenzen, um Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien unter realitätsnahen Bedingungen weiterzuentwickeln.
Mit der Übergabe von Labor- und Büroräumen am ZAL an das Fraunhofer CML entsteht ein Ort, an dem diese gemeinsamen Fragestellungen erstmals interdisziplinär bearbeitet werden. Die Forscherinnen und Forscher profitieren von modernen, lichtdurchfluteten Laborflächen sowie von spezialisierten Prüfständen und Testumgebungen. Geplante Einrichtungen wie Höhen- und Kryokammern ermöglichen Untersuchungen zu Materialverhalten, Systemzuverlässigkeit und Performance – etwa bei tiefkalten Temperaturen von flüssigem Wasserstoff oder unter veränderten Druckbedingungen. Für die maritime Anwendung kommen zusätzliche Belastungen hinzu: Schiffsbewegungen, hohe Luftfeuchtigkeit und korrosive Atmosphären stellen besondere Anforderungen an Brennstoffzellensysteme und die Balance-of-Plant-Komponenten an Bord.
Das geplante Fuel Cell Integration Center wird in den kommenden Monaten zu einem modularen, flexibel erweiterbaren Labor ausgebaut, in dem komplette Brennstoffzellensysteme und deren Balance-of-Plant-Komponenten für maritime Anwendungen systematisch getestet, analysiert und validiert werden. In enger Zusammenarbeit mit Industrie- und Forschungspartnern entstehen hier Lösungen für eine nachhaltige, wasserstoffbasierte Wertschöpfung in Mobilität und Energie.