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„Bad Homburg“: Das erste Fahrzeug der weltgrößten Wasserstoffzug-Flotte

Die Jungfernfahrt des ersten RMV-Wasserstoffzuges startete am Frankfurter Hauptbahnhof.
© Foto: RMV/Arne Landwehr

Ab 11. Dezember verkehren die ersten Wasserstoffzüge wie geplant im Regelbetrieb auf dem Schienennetz des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV). Das erste der neuen Fahrzeuge wurde vom Hessischen Verkehrs- und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, dem Landrat des Hochtaunuskreises Ulrich Krebs und Vertretern von Alstom und der Deutschen Bahn auf den Namen ‚Bad Homburg‘ getauft.


Datum:
07.12.2022
Autor:
cbo
Lesezeit:
5 min
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Im Taunusnetz wird Wasserstoff als Technik der Zukunft ab dem 11. Dezember nicht nur erprobt, sondern im Regelbetrieb angewendet. Vor allem verkehren die neuen Fahrzeuge auf Strecken, die nur schwer zu elektrifizieren sind. „Die neuen Züge sind dabei nicht nur ohne Diesel-Abgase, sondern auch komfortabler und leiser“, sagt Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen anlässlich der ersten Fahrt zwischen Frankfurt und Bad Homburg. „Die Wasserstoffzugflotte des RMV wird die größte weltweit sein, damit sind wir in Hessen echte Vorreiter. Der frisch getaufte Zug ‚Bad Homburg‘ macht dies darüber hinaus in der Region sichtbar“ ergänzte der Minister.  „Wir betreiben künftig die weltweit größte Flotte an Wasserstoffzügen und freuen uns, dass auch die Instandhaltung dieser Züge im DB-Regio-Werk in Frankfurt Griesheim stattfindet. Denn mit alternativen Antrieben bringen wir die Mobilitätswende und das Ziel, als Deutsche Bahn bis 2040 klimaneutral sein, aktiv voran. Wasserstoff ist dabei eine Schlüsseltechnologie, mit der wir die Emissionen im Regionalverkehr weiter senken“, so Dirk Bartels, Vorsitzender der Geschäftsführung von start.
Ab Dezember starten die ersten Fahrzeuge der insgesamt 27 Züge starken Flotte im Taunusnetz. Zunächst werden diese auf der Linie RB15 eingesetzt. Die weiteren Fahrzeuge werden sukzessive im Frühjahr 2023 geliefert und nach und nach in den Betrieb übernommen. Das Taunusnetz umfasst vier bislang teilweise nicht elektrifizierte Strecken, auf denen die neuen Fahrzeuge nach und nach eingesetzt werden:

  • RB11 (Frankfurt-Höchst – Bad Soden)
  • RB12 (Frankfurt – Königstein)
  • RB15 (Frankfurt – Brandoberndorf)
  • RB16 (Bad Homburg – Friedberg)

Mehr Kapazität, lokal emissionsfrei und kostenfreies WLAN
Der Coradia iLint 54 der Firma ALSTOM wird mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle betrieben, die elektrische Energie für den Antrieb erzeugt. Die Triebfahrzeuge sind so leise wie Elektro-Triebfahrzeuge und verursachen bei der Fahrt keine Emissionen, weil sie lediglich Wasserdampf und Wärme an die Umwelt abgeben. Mit 160 Sitzplätzen je Fahrzeug bieten die iLint außerdem mehr Platz als die bisher eingesetzten Dieselzüge. Die Wasserstoffzüge sind mit umfangreichen Fahrgastinformationssystemen, wie Monitoren mit Echtzeitinformationen, ausgestattet und verfügen über Platz für Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen. Außerdem bieten sie den Fahrgästen während der Fahrt kostenfreies WLAN.

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