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Technologie: Schiffsrumpf-Reinigung per Roboter im Praxistest

Roboter könnten Schiffrümpfe sehr kostensparend reinigen.
© Foto: aau/CNS

Nach Auskunft führender Reedereien verursacht die Reinigung des Rumpfes eines Containerschiffs einen enormen Aufwand und Kosten bis zu 200.000 Euro. Das Institut für Intelligente Systemtechnologien testet gerade eine günstige Alternative mit Robotern.


Datum:
14.10.2022
Autor:
cbo
Lesezeit: 
3 min
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Ein Forscherteam testet an Schiffen auf dem Wörthersee derzeit die Praktikabilität von Reinigungsrobotern für die Pflege von Schiffsrümpfen. Stephan Weiss, Leiter der Gruppe Control of Networked Systems (CNS) an der Universität Klagenfurt erläutert: „Es gibt zwar ferngesteuerte Anlagen, die den Menschen bei der Wartung der Schiffe unterstützen, aber bisher ist es noch nicht gelungen, komplett autonome Roboter hierfür zum Einsatz zu bringen. Die Robustheit und Verlässlichkeit solcher Systeme konnte noch nicht hinreichend nachgewiesen werden, um Reedereien und Endnutzer vom Potenzial zu überzeugen“. Stephan Weiss ist Teil einer Forschungsgruppe gemeinsam mit seinem Kollegen Jan Steinbrener und seinem Team, die an mehreren Arbeitspaketen des EU-HORIZON2020-Projekts „BugWright2 Autonomous Robotic Inspection and Maintenance on Ship Hulls and Storage Tank“ arbeitet. Die Technologie sieht den Einsatz unterschiedlicher Roboter vor: Sowohl kleine Helikopter, so genannte Micro Aerial Vehicles (MAV) als auch kleine autonome Unterwasserfahrzeuge (Autonomous Underwater Vehicles, AUV) sollen ihre Dienste gemeinsam mit Teams von magnetischen Radrobotern an den verschiedenen Schiffsoberflächen tun. Die Struktur soll visuell und akustisch inspiziert werden, um Korrosionsflecken zu identifizieren und die Oberfläche wie erforderlich zu reinigen.

Das Problem dabei: Der Unterwasserroboter muss dafür ohne GPS Signal wissen, wo er sich befindet, und autonom navigieren können. Schwierigkeiten bereiten die geringe Textur und glatte Oberfläche des Schiffskörpers, die eine genaue Kamera oder sonarbasierte Navigation erschweren. Projektpartner im Konsortium ist unter anderem die Norwegian University of Science and Technology (NTNU), an der Alexandre Cardaillac als PhD-Kandidat am Department of Marine Technology im Applied Underwater Robotics Laboratory (AURLab) arbeitet. Er wird nun gemeinsam mit Martin Scheiber und Alessandro Fornasier, PhD-Kandidaten in der CNS-Gruppe an der Universität Klagenfurt, Tests am Wörthersee durchführen. Dafür stehen Schiffe der Wörtherseeschifffahrt  zur Verfügung.

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