Ersatzneubau der Hunte-Brücke startet

04.06.2026 09:23 Uhr | Lesezeit: 2 min
Hunte-Brücke Ersatzneubau
Mit dem Beginn der Hauptbaumaßnahme am 1. Juni 2026 startete offiziell eines der zentralen Infrastrukturprojekte in der Region Elsfleth.
© Foto: Deutsche Bahn/Jonas Wresch

Die neue Hub-Drehbrücke soll künftig für eine leistungsfähige Verbindung sorgen und wieder uneingeschränkten Bahn- und Schiffsverkehr ermöglichen.

In Elsfleth hat am 1. Juni 2026 der Ersatzneubau der Eisenbahnüberführung über die Hunte mit dem Beginn der Hauptbaumaßnahme nun offiziell begonnen. Gemeinsam mit dem Bauherrn DB Infrago, der Arge aus Eiffage/Porr Spezialtiefbau sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung – darunter Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Ministerpräsident Olaf Lies – wurde der Baubeginn feierlich eingeläutet.

Die Eisenbahnstrecke Hude-Nordenham ist eine zentrale Verkehrsader für den Personen- und Güterverkehr sowie für die Anbindung der Binnenhäfen. Die seit Februar 2024 ausgefallene Eisenbahnbrücke Elsfleth stellte die Region vor erhebliche Herausforderungen. Zwar sorgte eine kurzfristig errichtete Behelfsbrücke für die Aufrechterhaltung des Bahnverkehrs, doch für die Schifffahrt blieb sie nur eingeschränkt nutzbar. Mit dem Neubau entsteht nun eine nachhaltige Lösung, die beide Verkehrswege langfristig sichert.

Bauen im laufenden Betrieb

Neben umfassenden Spezialtiefbauarbeiten realisiert das Team Trogbauwerke, führt Baugrundverbesserungen durch, übernimmt Kabeltiefbauarbeiten und errichtet Lärmschutzanlagen. Damit schafft die Arge die Grundlage für die leistungsfähige Anbindung der neuen Brücke an das bestehende Streckennetz. Der Neubau erfolgt parallel zur bestehenden Behelfsbrücke, sodass der Zugverkehr während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten werden kann.

Im Fokus der Bauausführung stehen neuartige Spezialtiefbauverfahren. So kommen unter anderem Frankipfähle sowie das VRSS-Verfahren zum Einsatz. Die Frankipfähle bilden dabei zugleich die Grundlage eines technischen Sondervorschlags der Arge Eiffage/Porr Spezialtiefbau: Anstelle der ursprünglich geplanten Bohrpfähle kommen sie als ressourcenschonendere Lösung zum Einsatz. Dadurch lassen sich Aushub- und Entsorgungsmengen deutlich reduzieren und damit Effizienz und Nachhaltigkeit gleichermaßen stärken, heißt es in einer Pressemitteilung.

Komplexes Infrastrukturprojekt

Neben den technischen Anforderungen prägen auch die örtlichen Gegebenheiten die Projektumsetzung: Auf der Nordseite beeinflusst eine Hochspannungsleitung die Bauabläufe, während auf der Südseite enge Zufahrten die Logistik erschweren. Gleichzeitig muss in unmittelbarer Nähe zum laufenden Bahnbetrieb gearbeitet werden.

Die Umsetzung erfolgt im engen Schulterschluss mit dem Arge-Partner Eiffage. Zusätzlich bringt Porr Spezialtiefbau Österreich seine Expertise für das VRSS-Verfahren ein. Die Planung wurde im Vorfeld durch die Porr Spezialtiefbau Planung unterstützt.

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