Die Versorgung mit Mineralölprodukten bleibt nach Angaben des Branchenverbands en2x trotz der angespannten Transportsituation am Rhein gesichert. Ungewöhnliche Trockenheit hat in den vergangenen Monaten zu niedrigen Pegelständen geführt. Dadurch sind die Transportkapazitäten der Binnenschifffahrt erheblich eingeschränkt. Betroffen sind Benzin, Diesel, Heizöl, Kerosin und Vorprodukte für die chemische Industrie.
Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer en2x, erklärt: „Auch wenn unsere Mitglieder viel Erfahrung mit logistischen Problemen durch Niedrigwasser haben, stehen wir vor jedoch vor einer besonders großen Herausforderung. Die Situation ist aktuell sehr angespannt.“
Binnenschiffe können nur mit deutlich geringerem Frachtvolumen beladen werden oder mussten ihren Betrieb bereits ganz einstellen. Wo möglich, verlagern die Unternehmen Transporte auf Kesselwagenzüge und Tankkraftwagen. Deren Verfügbarkeit ist jedoch begrenzt. Nach Angaben von en2x steigen dadurch die Transportkosten, was sich auch auf die Tankstellenpreise auswirkt.
Verschiedene Tanklager können per Binnenschiff nicht mehr oder nur noch mit sehr geringen Mengen versorgt werden. An Tankstellen in der Rheinregion kam es laut en2x vereinzelt und vorübergehend zu Leerständen. Ein flächendeckendes Phänomen sei dies nicht. Weitere lokale Engpässe könne der Verband allerdings nicht ausschließen.
Küchen: „Die en2x-Mitgliedsunternehmen arbeiten permanent daran, die Belieferung von den Raffinerien nicht nur zu den Tankstellen, sondern mit den entsprechenden Produkten unter anderem auch zu Heizölkunden, Flughäfen und Industrie aufrecht zu erhalten.“