Acht bedeutende See- und Binnenhäfen haben sich zur Allianz „Deutsche Häfen“ zusammengeschlossen und wenden sich mit einem gemeinsamen Appell an die Bundespolitik: Die Hafeninfrastruktur muss als strategische Aufgabe von nationaler Bedeutung anerkannt und nachhaltig gestärkt werden. Die Allianz versteht sich als gemeinsame Ansprechpartnerin für Bund und Länder bei den großen Herausforderungen der kommenden Jahre – von der Energiewende über die Modernisierung der Infrastruktur bis hin zu steigenden Anforderungen an Resilienz und Sicherheit.
Der Allianz gehören an:
- Niedersachsen Ports
- Bremenports
- Brunsbüttel Ports
- Duisburger Hafen
- Hamburg Port Authority
- Seehafen Kiel
- Lübeck Port Authority
- Rostock Port
Die Allianz setzt sich insbesondere für
- die Anerkennung der Häfen als Infrastruktur von nationaler Bedeutung,
- eine verlässliche Beteiligung des Bundes an Hafeninvestitionen,
- Investitionen in Energie-, Sicherheits- und Verkehrsinfrastruktur sowie
- schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren ein.
Hafenmodernisierung als nationale Zukunftsaufgabe
Rund 60 Prozent des deutschen Außenhandels werden über die Häfen abgewickelt. Ihre Leistungsfähigkeit ist damit nicht nur zentral für die Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, sondern auch für die Energiewende und nicht zuletzt für die Verteidigungsfähigkeit. In diesem Zusammenhang verweisen die Hafeninfrastrukturbetreiber auf einen erheblichen Handlungsdruck: Der Modernisierungsbedarf der öffentlichen Hafeninfrastruktur beläuft sich auf rund 15 Milliarden Euro – ohne eine bislang nennenswerte Beteiligung des Bundes an dessen Bewältigung.
„Die deutschen Häfen stehen vor gewaltigen Transformationsaufgaben. Diese können wir nur gemeinsam mit Bund und Ländern bewältigen“, sagt NPorts-Geschäftsführer Holger Banik. „Mit der Allianz Deutsche Häfen bündeln wir unsere Kräfte und machen deutlich, welche strategische Bedeutung die Hafeninfrastruktur für den Wirtschaftsstandort Deutschland hat.“