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Schiffe statt Lkw: Containerumfuhren im Hamburger Hafen künftig per Feederschiff

Ab November entlasten Umfuhren per Feederschiff die Straßen im Hamburger Hafen.
© Foto: Unifeeder

Ab Januar nächsten Jahres werden im Hamburger Hafen für eine Großteil der Containerumfuhren Feederschiffe eingesetzt. Damit werden die Lkw-Fahrten auf dem Hafengelände stark reduziert. Die Initiatoren DAKOSY, DIHLA und Unifeeder versprechen sich davon kürzere Wartezeiten sowie eine deutliche CO2-Reduzierung.


Datum:
21.10.2022
Autor:
cbo
Lesezeit: 
4 min
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Den Weg dafür bereitet haben die dänische Reederei Unifeeder als Initiator, das Hamburger Softwarehaus DAKOSY und die DIHLA DAKOSY Interessengemeinschaft Hamburger Linienagenten (DIHLA). Die Unternehmen haben einen digitalen Prozess entwickelt, um künftig die Überkapazitäten der bisher 85 Terminalanläufe von Feederschiffen für den Container-Umlauf zu nutzen. Die Voraussetzungen für den digitalen Prozess und die zollrechtliche Umsetzung der Feederumfuhren haben DAKOSY, DIHLA und Unifeeder gemeinsam geschaffen. Die Basis bildet das von DAKOSY betriebene Port Community System, in das ein neues Modul integriert wurde. 
Pro Jahr zählte der Hafen Hamburg in 2021 etwa 3,3 Mio. TEU Transhipments-Umschläge, „Durch schiffsbezogene Umfuhren können jährlich mehrere tausend Container von der Straße geholt werden. Jeder Container, den wir über die Wasserstraße bewegen, bedeutet eine Einsparung an C02“, sensibilisiert DIHLA-Geschäftsführer Alexander Geisler.
„Für diese Containerumfuhren sehen wir ein hohes Verlagerungspotenzial von der Straße auf die Wasserstraße, indem wir unseren bestehenden Schiffsraum nutzen. Als größter Feedercarrier in Nordeuropa haben wir in Hamburg bis zu 85 Terminalanläufe pro Woche und damit ausreichend Kapazitäten, zusätzliche Container auch innerhalb des Hafens zu transportieren“, umreißt Florian Pein, Area Director West and Central Europe bei Unifeeder das Konzept. Neben der deutlich geringeren Schadstoff-Emission sieht Florian Pein i der Maßnahme auch ein probates Mittel, um dem immer stärker einschränkenden Fachkräftemangel bei den Fernfahrern zu begegnen: „Wir spüren die Auswirkungen der seit Jahren rückgängigen Nachwuchszahlen im Lkw-Fahrerbereich. Dies führt stetig zu erheblich fehlenden Umfuhrmöglichkeiten und langen Wartezeiten im Hamburger Hafen“, betont Pein.

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