Contargo baut Kapazitäten in Frankfurt-Höchst aus
Ein zusätzlicher Portalkran, erweiterte Lagerflächen und deutlich mehr Kapazitäten für Gefahrgut-, Tank- und Kühlcontainer: Mit dem abgeschlossenen Ausbau seines Terminals im Industriepark Frankfurt-Höchst stärkt Contargo die Position als trimodale Logistikdrehscheibe für die Chemieindustrie im Rhein-Main-Gebiet.
Das Container-Hinterlandlogistik-Netzwerk Contargo hat die Modernisierung seines Terminals im Industriepark Frankfurt-Höchst abgeschlossen. Mit einem zusätzlichen wasserseitigen Portalkran, einer Flächenerweiterung um knapp 6.000 m² sowie deutlich ausgebauten Lager- und Servicekapazitäten reagiert das Unternehmen auf die Nachfrage im Kombinierten Verkehr und der Gefahrstofflogistik. Der direkt am Main gelegene Standort zählt zu den wichtigsten trimodalen Containerterminals im Rhein-Main-Gebiet. Insbesondere Unternehmen der Chemieindustrie nutzen die Anlage für den Umschlag und die Lagerung von Containern. Contargo organisiert dabei die gesamte Transportkette vom Produktionsstandort bis zu den europäischen Seehäfen.
Zweiter Kran steigert Leistungsfähigkeit
Kernstück des Ausbaus ist die Installation eines zusätzlichen Einträgerbrücken-Portalkrans. Die Montage stellte hohe Anforderungen an die Projektbeteiligten: „Die Installation bei laufendem Betrieb war eine große Herausforderung“, erklärt Kawus Khederzadeh, Managing Director Region Rhein-Main bei Contargo. „Dank der professionellen Zusammenarbeit mit der Firma Künz Kranbau aus Österreich und der Umsicht unserer Mitarbeitenden hat das hervorragend geklappt.“ Mit dem neuen Umschlaggerät verfügt das Terminal nun über zwei wasserseitige Krane. Aufgrund seiner Auskragung kann der neue Kran Container sowohl zwischen Schiff und Terminal als auch direkt von Schiff zu Schiff umschlagen und gleichzeitig drei Bahngleise bedienen. „Das ist eine enorme Steigerung der Effizienz und Resilienz unseres Terminals, so erhöhen wir die Produktivität und reduzieren Ausfallzeiten“, so Khederzadeh. Parallel zur Kraninvestition wurde die Terminalfläche erweitert. Insgesamt verfügt der Standort jetzt über 1.100 Stellplätze für 20-Fuß-Container. Platz für gefährliche Güter
Mehr Platz für gefährliche Güter
650 TEU Lagerkapazität für Gefahrgüter/Gefahrstoffe der Lagerklassen 2A/B, 3, 4.1B, 4.2, 5.1A/B, 6.1A/B/C/D, 8A/B, 10, 11, 12, 13. 400 Stellplätze für die Lagerung von Stoffen der Lagerklassen 11 und 13. 1.200 Tonnen Lagerkapazität für gefährliche und nicht gefährliche Abfälle.
Ausbau der Gefahrgut- und Reeferkapazitäten
Der Ausbau wirkt sich insbesondere auf die Kapazitäten der Gefahrgut- und Kühlcontainerlogistik aus. Die Fläche für Gefahrgut wurde verdoppelt. Gleichzeitig wurden die Reeferanschlüsse in einem zentralen Bereich des Terminals gebündelt und die Anzahl erhöht, sodass nun bis zu 48 Tankcontainer gleichzeitig beheizt oder gekühlt werden können.
Breites Serviceportfolio für Spezialcontainer
Neben dem klassischen Umschlag bietet der Standort ein umfangreiches Dienstleistungsspektrum. Für Reefercontainer gehören Innenreinigung sowie kleine und große Pre-Trip-Inspections (PTI) zum Angebot. Gemeinsam mit Infraserv Höchst bietet Contargo zudem die Reinigung, Wartung und Reparatur von Tankcontainern an. Das Leistungsspektrum umfasst auch die Ausstellung entsprechender Zertifikate sowie koschere Reinigungen. Ergänzend werden Dienstleistungen wie Stuffen und Strippen von Containern, der Einbau von Inlet- und Flexitanks sowie Konfektionierung, Probenahme und Desinfektion angeboten. Für Im- & Exportverkehre steht außerdem eine Fumigationsfläche für über 40 Container zur Verfügung, auf der beispielsweise Holzverpackungen oder Ladehilfsmittel den internationalen Vorschriften entsprechend behandelt werden können.
Trimodale Anbindung mit direktem Industrieanschluss
Die Bedeutung des Terminals basiert nicht zuletzt auf seiner leistungsfähigen Verkehrsanbindung. Es ist direkt in die Infrastruktur des Industrieparks Höchst eingebunden. Die trimodale Ausrichtung mit Binnenschiff, Bahn und Lkw ermöglicht die umweltfreundliche Anlieferung und Abholung der Container. Auf der Schiene können Ganzzüge auf vier Gleisen mit jeweils 400 m Länge abgefertigt werden. Drei weitere Gleise mit 170 m Länge ergänzen die Kapazitäten. Wasserseitig verfügt das Terminal über zwei Liegeplätze für Binnenschiffe. Regelmäßige Verkehre bestehen zu den Seehäfen Rotterdam und Antwerpen sowie zu weiteren Contargo-Terminals entlang des Rheins. Die Fahrzeit zwischen Frankfurt und den Westhäfen beträgt bergauf rund 96 Stunden und bergab etwa 55 Stunden. Für den Straßengüterverkehr bietet die unmittelbare Nähe zum Frankfurter Kreuz eine direkte Anbindung an die Autobahnen A 3 und A 5. Durch die erweiterten Umschlag-, Lager- und Servicekapazitäten erhöht Contargo die Leistungsfähigkeit des Standorts und schafft zusätzliche Spielräume für künftiges Wachstum.