Wie Trimodalität resiliente Lieferketten ermöglicht
Moderne Umschlaganlagen im Stuttgarter Hafen: Hier werden Wasser, Schiene und Straße effizient vernetzt. So funktioniert moderne Logistik.
Wie Trimodalität resiliente Lieferketten ermöglicht
Um Güterströme effizient zu gestalten, müssen Verkehrsträger intelligent verknüpft werden. Genau hier setzen trimodale Umschlaganlagen an: Sie verbinden Wasserstraße, Schiene und Straße zu einem leistungsfähigen Gesamtsystem. Ein Beispiel ist der Hafen Stuttgart, einer der bedeutendsten Binnenhäfen Süddeutschlands. Als einziger neutraler Logistikdienstleister am Standort nutzt Rhenus die trimodale Infrastruktur, um Güter flexibel auf die jeweils wirtschaftlich geeigneten Verkehrsträger zu verteilen und, wo möglich, emissionsärmere Transportoptionen einzubinden.
Drei Verkehrsträger, ein Ziel
Auf rund 64.600 Quadratmetern werden unter anderem Baustoffe, Mineralien, Stahl, Holz und Wertstoffe umgeschlagen. Im vergangenen Jahr wurden rund 575.000 Tonnen per Lkw, mehr als 103.000 Tonnen per Bahn und etwa 166.000 Tonnen per Binnenschiff transportiert, darunter rund 139.000 Tonnen Futtermittel und mehr als 18.000 Tonnen Schrott.
Intelligente Auslastung = Effizienz
Gemeinsam mit Kunden entwickelt Rhenus Transportkonzepte, die Leerfahrten vermeiden und Kapazitäten optimal nutzen. Ein Beispiel sind Baustofftransporte: Waggons bringen Bodenaushub zu Verwertungs- oder Deponiestandorten und werden auf dem Rückweg mit Sand für Bauprojekte beladen. Jeder dieser Züge ersetzt rund 30 Lkw-Fahrten. Ein Binnenschiff kann je nach Ladung sogar 50 bis 60 Lkw-Fahrten ersetzen.
Investitionen für die Zukunft
Rhenus entwickelt die Infrastruktur am Standort Stuttgart kontinuierlich weiter. Dazu gehören Umschlaggeräte mit Leistungen von über 300 Tonnen pro Stunde sowie spezialisierte Lagerkapazitäten. „Verkehrsverlagerung gelingt nur, wenn Transportketten ganzheitlich gedacht werden. Deshalb entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden Rundlaufkonzepte, die Leerfahrten vermeiden, Kapazitäten optimal nutzen und gleichzeitig Straßen entlasten“, sagt Anna Most, Geschäftsführerin der Rhenus Port Logistics Rhein Neckar GmbH. Der Hafen Stuttgart zeigt, wie die intelligente Verknüpfung von Schiff, Bahn und Lkw resiliente Lieferketten ermöglicht und je nach Transportprofil die Nutzung emissionsärmerer Verkehrsträger unterstützt.